Ausbau der Nord-Südstadtbahn von Schönhauser Straße bis Verteilerkreis vom Rat beschlossen
10.12.2008 | Die von der SPD bevorzugte Variante hat sich durchgesetzt.
Vier Varianten standen zur Diskussion mit unterschiedlichem Eingriff in die bestehende Bebauung und zwar Abriss von 10 bis 70 Gebäuden. Die SPD in der Bezirksvertretung hatte sich für die Variante 4 entschieden und zwar für den vierspurigen Ausbau vom Verteilerkreis bis zum Bayenthalgürtel unter Einbeziehung der vorhandenen Fläche der bisherigen Buspur, dann zweispurig weiter vom Bayenthalgürtel bis zur Schönhauser Straße, weil in diesem Teil der Bonner Straße keine zusätzliche Fläche für die Stadtbahn zur Verfügung steht. Diese Lösung berücksichtigt die verkehrlichen Belange und begrenzt den Eingriff in die bestehende Bebauung auf ein Mindestmaß und zwar Abriss von zehn Gebäuden.
Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Rodenkirchen hat sich für die Variante 3, vierspuriger Ausbau vom Bonner Verteiler bis Schönhauser Straße ausgesprochen. Sie hat vorgeschlagen, in dem Bereich Bayenthalgürtel bis Schönhauser Straße auf die vorgesehenen Grünstreifen teilweise zu verzichten, die Bürgersteige schmaler zu machen und die Bahn soll im Schlingerkurs durch die Bonner Straße fahren, damit einige Gebäude stehen bleiben.
Wir fragen uns, welche Lebensqualität wird diesen Menschen im nördlichen Bereich der Bonner Straße zugemutet. Auch da wohnen Bürger, auch Familien mit Kindern, die ein Recht auf Lebensqualität und eine verträgliche Umwelt haben. Wir können die Weiterführung der Nord-Südstadtbahn nicht nur zu Lasten der dortigen Anwohner durchsetzen, in dem wir denen die Bahn und noch vier Fahrstreifen zumuten. Die Bürgersteige sollen schmaler werden, ob wohl sich dort viele Geschäfte, Supermärkte, Banken und Bushaltestellen befinden und diese zwangsläufige auch von vielen Fußgängern aufgesucht werden. Es ist auch bekannt, dass auf der Bonner Straße LKW und Busse fahren und dass die Sicherheitsstandards eine Reduzierung der Gehwege gar nicht zulassen, weil sie eine Gefährdung für die Fußgänger bedeuten würde.
Auf Antrag der CDU im Rat wurde u. a. geprüft, ob im Bereich nördlich des Gürtels eine Dreispurigkeit mit Wechselspur analog der Verkehrsbelastung im Berufsverkehr möglich ist. Die Mittellage der Bahn wäre entfallen und die Zufahrten entweder auf der Ost- oder Westseite hätten signalisiert werden müssen. Ein zusätzlicher Kostenfaktor und problematisch für die Anlieger. Hat sich als nicht durchsetzbar erwiesen. Es wird befürchtet, dass durch die Reduzierung von Fahrspuren Schleichverkehre in den Stadtteilen Marienburg und Bayenthal entstehen. Das darf nicht passieren.
Nach Berechnungen der Verwaltung vermindern sich die Verkehre bei der Variante 4 - Vorschlag der SPD - minimal in Marienburg und erhöhen sich minimal in Bayenthal. Sollten dennoch Schleichverkehre entstehen, müssen in ca. zehn Jahren flankierend Verkehrsberuhigungsmaßnahmen für die betroffenen Stadtteile entwickelt werden, die ein Ausweichen in die Wohngebiete verhindern. Zusätzlich haben wir folgende Forderungen eingebracht, die auch übernommen worden sind:
- eine freilaufende Rechtsabbiegespur östlich von der Militärringstraße in nördliche Richtung auf die Bonner Straße
- eine freilaufende Rechtsabbiegespur von der Bonner Straße in westlicher Richtung in die Militärringstraße. Dadurch können am Bonner Verteiler die Verkehrsflüsse unabhängig von der Ampelschaltung abfließen.
Für den Bereich Bonner Straße/Schönhauser Straße/Brühler Straße/nördliche und südliche Marktstraße einschließlich der dazwischen liegenden Grünfläche, haben wir ein Gesamtgestaltungskonzept gefordert.
Ebenso den Ausbau des Bischofswegs, damit die Anwohner der Marktsstraße endlich von den Verkehrsbelastungen befreit werden.



